PM zum Internationalen Tag der Frau

Veröffentlicht am 07.03.2015 in Pressemitteilungen

„Starke Frauen für eine starke Welt – Kampagne Peking+20“

Die Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking war ein historischer Durchbruch für die weltweite Gleichstellung der Geschlechter. Dieser Konferenz verdanken wir Gleichstellungsbeauftragte, die Diskussionen um Lohnunterschiede und Frauen in Aufsichtsräten sowie das Eintreten gegen häusliche Gewalt gegen Frauen.

20 Jahre später müssen wir aber feststellen, dass sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Frauen zwar in den meisten Ländern deutlich verbessert haben, eine völlige Gleichstellung von Frauen und Männern dennoch bisher in keinem Land erreicht wurde. In Deutschland verdienen Frauen im Durchschnitt immer noch weniger als Männer, sind in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert und jede dritte Frau wird Opfer häuslicher Gewalt.

Es ist an der Zeit, Armut und bestehende Ungerechtigkeiten, insbesondere bei Frauen und Mädchen, wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Dieses Ziel verfolgt die Kampagne Peking+20 - Starke Frauen für eine starke Welt“ der UN-Women, einer Organisation der Vereinten Nationen. Die AsF begrüßt diese Kampagne ausdrücklich.

Mit der Frauenquote für Aufsichtsräte und der Diskussion um ein Entgeltgleichheitsgesetz haben wir uns in Deutschland auf den Weg gemacht. Weitere Schritte müssen folgen. In Baden-Württemberg ist eine Änderung des Landtagswahlrechts längst überfällig, damit endlich Schluss ist mit der roten Laterne beim Frauenanteil im Landtag. Damit mehr Frauen in Ämter und Mandate kommen, brauchen wir gesetzliche Quoten. Die Aufwertung der (bezahlten und unbezahlten) Sozial-, Erziehungs- und Pflegearbeit wäre ein weiterer wichtiger Schritt. Es bleibt noch viel zu tun!

Wir SPD-Frauen sind davon überzeugt, dass Chancengleichheit allen nützt: Parlamente mit höherem Frauenanteil bearbeiten vielfältigere Themen, mehr Frauen in Unternehmensvorständen führen zu höheren Renditen, Friedensabkommen halten länger, wenn sie von Frauen und Männern unterzeichnet wurden. Das belegen zahlreiche Studien.

 
 

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